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LOK Report – News von Donnerstag, 30.03.17

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Willkommen beim LOK Report
Bundestag gibt Zustimmung
zum Schienenlärmschutzgesetz

Absatzlinie
DB Regio Bayern bestellt neue
Züge für die S-Bahn Nürnberg

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BLS fährt im 2-Stunden-Takt
von Bern nach Domodossola

Absatzlinie
Schulden erwürgen
Adif-Alta Velocidad

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Ronny Sdunzik

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundestag: Zustimmung zu Schienenlärmschutzgesetz
Der Verkehrsausschuss hat den Weg frei gemacht für die Verabschiedung des von der Bundesregierung vorgelegten Schienenlärmschutzgesetzes (18/11287). In der Ausschusssitzung am Mittwoch stimmten alle Fraktionen der Vorlage in der durch einen Antrag der Fraktionen von CDU/CSU und SPD geänderten Fassung zu. Am Donnerstag wird sich der Bundestag abschließend mit der Neuregelung befassen.
Der Gesetzentwurf sieht mit Beginn des Netzfahrplans 2020/2021 am 13. Dezember 2020 ein Verbot des Einsatzes lauter Güterwagen auf dem deutschen Schienennetz vor. Laut der Vorlage soll ein relativer Schallemissionsgrenzwert festgelegt werden, der beim Betrieb von Güterzügen nicht überschritten werden darf. Erreicht werden soll die Lärmsenkung vor allem durch die Umrüstung der Güterwagen auf leise Bremsen. In dem Gesetzentwurf sind auch Voraussetzungen für Ausnahmen und Befreiungen von dem Verbot geregelt.
Befreiungen von dem Verbot soll es der Vorlage nach für Güterwagen geben, "für die es nachweisbar keine zugelassenen schallmindernden Austauschteile gibt, die an Stelle herkömmlicher Ersatzteile eingebaut werden können". Außerdem sollen auch Güterwagen befreit werden, "die aus Gründen des historischen Interesses oder zu touristischen Zwecken betrieben werden".
Durch den Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen wird nun geregelt, dass auch Güterwagen auf Steilstrecken auf Antrag von den Verboten und Beschränkungen für laute Güterwagen befreit werden können. Mit Blick auf die Erkenntnis, dass bis Ende 2020 noch nicht alle Güterwagen, insbesondere nicht jene ausländischer Betreiber, umgerüstet sein werden, haben Unions- und SPD-Fraktion eine weitere Änderung vorgenommen. Im ursprünglichen Gesetzentwurf war vorgesehen, dass Güterzüge, in die laute Güterwagen eingestellt sind, ihre Geschwindigkeit reduzieren müssen. Gleichzeitig sollten deren Betreiber sogenannte Langsamfahrtrassen im Netzfahrplan beantragen müssen. Da eine Vielzahl solcher Langsamfahrtrassen jedoch negative Folgen für die Netzkapazität hätten, soll nun die Trassenzuweisung für langsame Züge, in die laute Güterwagen eingestellt sind, ausschließlich im Gelegenheitsverkehr erfolgen.
Mit dem Gesetzentwurf werde ein weiteres Ziel aus dem Koalitionsvertrag, die Halbierung des Schienenlärms bis 2020, umgesetzt, sagte ein Vertreter der Unionsfraktion. Durch die Regelung hätten deutsche, aber auch ausländische Güterzugbetreiber, die benötigte Klarheit. Mit Blick auf die Änderungen sagte der Unionsvertreter, bei der Expertenanhörung zu dem Gesetz sei deutlich geworden, dass die Einführung von Langsamfahrtrassen die Netzkapazität zu stark beeinträchtigen würde.
Aus Sicht der SPD-Fraktion ist die Regelung überfällig. Bei der Umsetzung seien auch viele Anregungen der Bundesländer aufgenommen worden. Die SPD-Vertreterin betonte, dass aus Sicht der Koalitionsfraktionen das Vorhaben durchaus europarechtskonform sei.
Zuspruch für die Neuregelung kam auch von der Opposition. Sie begrüße den Gesetzentwurf ebenso wie die eingebrachten Änderungsvorschläge, sagte die Vertreterin der Linksfraktion. Zugleich machte sie darauf aufmerksam, dass damit das Problem des Lärmschutzes noch nicht vollständig geregelt sei.
Unterstützt wurde der Gesetzentwurf auch von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Seine Fraktion plädiere dennoch für eine stärkere Spreizung der Trassennutzungspreise mit Blick auf die Lärmverursachung, sagte der Grünen-Vertreter. Außerdem sprach er sich dafür aus, eine Evaluation verbindlich im Gesetz zu regeln und nicht nur in der Begründung zu erwähnen. Ein dahingehender Änderungsantrag der Grünen fand jedoch im Ausschuss keine Mehrheit (Pressemeldung Bundestag, 30.03.17).

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Industrie

RechteckPilz: Erstmals über 300 Millionen Euro Umsatz

"Wir gestalten den Wandel": Die sichere Robotik ist einer der Zukunftsmärkte des Automatisierungsunternehmens Pilz. Foto Pilz GmbH & Co. KG.
Die Unternehmensgruppe der Pilz GmbH & Co. KG ist im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter gewachsen: Das Automatisierungsunternehmen aus Ostfildern bei Stuttgart steigerte sowohl den Umsatz auf 306 Mio. Euro, als auch die Zahl der Mitarbeiter auf rund 2.200 in jetzt 40 Tochtergesellschaften.
Rund sieben Millionen Euro investiert Pilz derzeit am Stammsitz in Ostfildern für den Ausbau der Bereiche Forschung und Entwicklung. Ende 2017 wird sich Renate Pilz, Vorsitzende der Geschäftsführung, aus dem operativen Geschäft verabschieden und die Leitung des Familienunternehmens komplett in die Hände von Tochter Susanne Kunschert und Sohn Thomas Pilz übergeben.
„Die Industrie befindet sich in einem Transformationsprozess. Vernetzung und Digitalisierung der Geschäftsprozesse verändern nicht nur die Produktion, sondern auch die Art, wie wir zusammenarbeiten. Wir sind gut aufgestellt, um diesen Wandel zu gestalten“, erklärte Renate Pilz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Pilz GmbH & Co.KG, auch mit Blick auf die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2016.
Pilz steigerte im Geschäftsjahr 2016 seinen Umsatz erstmals auf über 300 Millionen Euro: Er stieg um 6,2 Prozent auf 306 Millionen Euro. Zum Stichtag 31.12.2016 beschäftigte das Unternehmen 2.172 Mitarbeiter (+6,9 Prozent) in den Tochtergesellschaften in weltweit 40 Ländern. Am Stammsitz in Ostfildern waren es Ende 2016 1.025 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 38 Auszubildende. 2017 wird Pilz in der Unternehmensgruppe weitere Arbeitsplätze, insbesondere in den Bereichen Customer Support und Entwicklung, schaffen.
Mit einer F&E-Quote von erneut 19,8 Prozent bezogen auf den Umsatz 2016 unterstreicht Pilz seinen Anspruch als eines der innovativsten Unternehmen der Automatisierungstechnik. Der Automatisierer investiert derzeit am Stammsitz in Ostfildern
7 Millionen Euro im Bereich Forschung & Entwicklung: Nach dem Anlaufen der Produktion im neuen Peter Pilz Produktions- und Logistikzentrum baut der Mittelständler den bisherigen Produktionsbereich in ein hochmodernes Forschungs- und Entwicklungszentrum um. Nach Abschluss der Baumaßnahmen werden rund 330 Ingenieure auf 7.300 qm neue Technologien und Produkte für die Automatisierung der Zukunft entwickeln.
2016 konnte Pilz seinen Exportanteil um 0,3 Prozentpunkte auf 71,2 Prozent nochmals erhöhen. Um international wachsen zu können, investiert der weltweit anerkannte „Botschafter der Sicherheit“ in den Ausbau seines Vertriebs- und Service-Netzwerks: Mit der feierlichen Eröffnung von Pilz South East Asia 2016 hat Pilz die Zahl seiner Tochtergesellschaften auf 40 erhöht. Gleichzeitig intensiviert das Familienunternehmen durch die Neueröffnung zahlreicher Standorte in bestehenden Tochtergesellschaften die Kundenbetreuung dort. „Digitale Geschäftsprozesse können den Kundenkontakt nicht ersetzen“, so die Vorsitzende der Geschäftsführung.
Rund 75 Prozent des Umsatzes erzielte Pilz 2016 in Europa, rund 15 Prozent in Asien und knapp 10 Prozent in Amerika. Zu den Töchtern mit dem größten Wachstum zählen 2016 neben den asiatischen Ländern auch die Landesgesellschaften in Indien, Brasilien aber auch in Südeuropa.
Pilz ist Lösungsanbieter der Automation, wobei die Sicherheit Kernkompetenz und Bestandteil jeder Lösung ist. Die sichere Steuerungstechnik ist nach wie vor wichtigster Umsatzträger. Zum Wachstum tragen aber immer stärker auch die Bereiche Sensorik und Antriebstechnik bei.
2016 blieb der Produktbereich Steuerungstechnik mit Antriebstechnik absolut gesehen der wichtigste Umsatzträger (66 Prozent) bei Pilz, doch inzwischen tragen die Bereiche Sensorik (15 Prozent) und Dienstleistungen (13 Prozent) jeweils im zweistelligen Bereich einen bedeutenden Anteil zum Umsatz bei. Das Dienstleistungsangebot mit Beratung, Engineering und Schulung ist bei Pilz seit Jahren ein stabiler Wachstumsträger. Von besonderer Bedeutung für die weitere Entwicklung ist dabei die sichere Robotik: Der zunehmende Einsatz von Robotern im industriellen Umfeld steht immer häufiger in Verbindung mit einer möglichst engen Kollaboration zwischen Mensch und Maschine. Pilz hat sich hier in den letzten Jahren als Experte für die Sicherheit etabliert und unterstützt beispielsweise führende deutsche Automobilbauer bei der Umsetzung von Mensch-Roboter-Kollaborationen.
Ende des Jahres 2017 wird sich Renate Pilz, Vorsitzende der Geschäftsführung, aus ihrer aktiven Rolle in der Geschäftsführung verabschieden und Pilz in die Hände ihrer Tochter Susanne Kunschert und ihres Sohnes Thomas Pilz übergeben. Den Geschäftsbereich „Markt“, für den Renate Pilz noch bis Ende 2017 verantwortlich ist, übergibt sie 2018 an ihre Tochter Susanne Kunschert.
„Die Leitung des Familienunternehmens liegt künftig komplett bei meinen Kindern: Sie werden basierend auf unseren Unternehmenswerten und unserer Strategie auf gute und bewährte Weise das Unternehmen weiterführen“, legt Renate Pilz dar (Pressemeldung Pilz GmbH & Co. KG, 30.03.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBayern: DB Regio Bayern bestellt neue Züge für die S-Bahn Nürnberg
Am Mittwoch unterzeichneten Jochen Slabon, Leiter Geschäftsbereich Regionalverkehr ALSTOM Transport Deutschland GmbH, und Hansrüdiger Fritz, Vorsitzender der Regionalleitung der DB Regio Bayern, im Beisein von Dr. Johann Niggl und Thomas Prechtl, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), den Abrufvertrag über 27 Neufahrzeuge (Baureihe ET 1440). Sie sind für die S-Bahn Linien S3 bis S5 des neuen Verkehrsvertrages, der mit einer Laufzeit von 12 Jahren ab Dezember 2018 von DB Regio Bayern gewonnen wurde, vorgesehen.
Die Züge bieten 230 Sitzplätze in der 2. Klasse und erreichen eine Höchst-geschwindigkeit von 160 km/h. In der Hauptverkehrszeit können zwei S-Bahnen mit insgesamt 460 Sitzplätzen in Doppeltraktion fahren. Die Züge sind vom Eisenbahnbundesamt zugelassen und bereits auf verschiedenen Strecken in Deutschland unterwegs. "DB Regio Bayern verfügt über langjährige Erfahrung im Einsatz und in der Instandhaltung des Vorgängermodells (Baureihe ET 440) und ist somit gut auf die neuen Züge vorbereitet", so Hansrüdiger Fritz.
Alle Züge verfügen über eine Toilette und Videoüberwachung der Fahrgasträume. Zusätzlich finden die Reisenden, über das bisherige angebotene Fahrzeugkonzept von DB Regio Bayern hinaus, Steckdosen an den Sitzplätzen sowie ein modernes dynamisches Fahrgastinformationssystem vor. Die Züge besitzen an jeder Tür ein automatisch ausfahrbares Trittbrett zur Reduzierung des Spaltes zwischen Fahrzeugtür und Bahnsteigkante. Für mobilitätseingeschränkte Reisende bieten die S-Bahnen rollstuhlgerechte Einstiegshilfen. Die Wartung der Fahrzeuge erfolgt standortnah in der modernen DB-Regio-Werkstatt in Nürnberg-Gostenhof.
Nach derzeitigem Stand wird ALSTOM die neuen Fahrzeuge im Laufe des Jahres 2020 liefern. Bis dahin werden die bewährten S-Bahnen (Baureihe ET 442) auf den Linien S1, S3 und S4 sowie die bestehenden lokbespannten Züge auf der Linie S2 eingesetzt.
Ab dem Start des neuen Verkehrsvertrages im Dezember 2018 setzt DB Regio Bayern rund 40 Mitarbeiter für die Sicherheit in den Zügen ein. In den letzten Jahren ist die Kundenzufriedenheit im Bereich des Sicherheitsgefühls bei der S-Bahn Nürnberg gestiegen. Um dieses zu erhalten bzw. weiter zu steigern wird 50 Prozent mehr Personal eingesetzt, als in der Ausschreibung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft gefordert war (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.03.17).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckGüter- und Personenzüge auf der Werratalbahn




Eine Sonderfahrt von Eisenach nach Neudietendorf am 25. März mit der Vienenburger Lok 52 1360-8 war der Anlass für die "Plandampfgruppe IGE \ Werrabahn Eisenach e.V.", um am Tag zuvor Fotogüterzüge mit dieser Lok durchzuführen. Zuerst ging es mit Leerwagen von Eisenach nach Meiningen, wo die Lok gedreht wurde. Danach wurden beladene Kieswagen im Rahmen von zwei Fahrten von Immelborn nach Eisenach befördert. Am Samstag war außerdem noch die 50 380 auf der gleiche Strecke unterwegs.
Die 52 360 wurde von den Borsig Lokomotivwerken GmbH in Hennigsdorf bei Berlin am 5. Mai 1943 mit Fabriknummer 15457 an die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft abgeliefert und zwei Tage später vom Raw Braunschweig abgenommen. Ab 1970 lief die Lok als 52 1360-8. Am 24. April 1969 wurde sie im Raw Stendal mit einem Giesl-Ejektor ausgerüstet aber der wurde am 31. August 1980 im Raw Meiningen wieder ausgebaut.
In 1958 bekam sie einen neuen geschweißten Stehkessel und eine Mischvorwärmeranlage. Die Lok wurde am 15. Oktober 1987 in Berlin Schöneweide ausgemustert. In 1990 kam sie nach Vienenburg und gehört seit 1993 zum Verein zur Förderung des Eisenbahnmuseums in Vienenburg VEV e. V.
Die 50 380 wurde im Jahre 1940, ebenfalls von den Borsig Lokomotivwerken GmbH in Hennigsdorf, gebaut. Mit der Fabriknummer 14970 rollte sie am 5. Oktober 1940 vom Fabrikgelände. Während der Rekonstruktion im Raw Stendal erhielt die Lok am 12.11.1957 die neue Nummer 50 3501. Ab 1970 lief sie als 50 3501-9. Am 19.12.1986 wurde sie im Bw Halberstadt ausgemustert und wurde Prüflok des Raw Meiningen. Bei einer Kesselrevision wurde der Mischvorwärmer ausgebaut und bekam die Lok wieder einen Oberflächenvorwärmer der Bauart Knorr, wie sie ihn schon vor der Rekonstruktion besaß. Außerdem wurden in Dezember 2007 große Windleitblechen angebracht, sodass die Maschine momentan wieder aussieht wie bei der Anlieferung in 1940 (Ad van Sten, 28.03.17).

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LOK Report 4/17

LOK Report Ausgabe 4/17

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Mit der Kamera notiert

RechteckDüsseldorf Rath


Rostige Brücke und Formsignale bilden den Hintergrund für die zahlreichen Fotografen, die sich für den FBZ mit der 181 versammelt hatten. Der hatte an diesem Tag aber reichlich Verspätung. Mehrfach kamen jedoch Doppel-152, die Hector Rail 151 013 als 162 001 und die Holland - –Polen 189 212 von ERS (Martin Wehmeyer, 28.03.17).

RechteckLahn-Kinzig-Bahn

Die Zeit der Formsignale ist auch in den Bahnhöfen Glauburg-Stockheim und Nidda bald vorbei. Am 08. und 09. April erfolgt während einer zweitägigen Streckensperre der Anschluss an das elektronische Stellwerk Altenstadt. Dadurch werden sowohl in Glauburg-Stockheim und als auch in Nidda je ein Fahrdienstleiter- und ein Wärterstellwerk überflüssig. Nach dem Fahrplanwechsel im Juni werden auf der Lahn-Kinzig-Bahn und zwischen Nidda und Friedberg spätabends zusätzliche Züge eingelegt.
Die Bilder zeigen die in Nidda am 27.03. einfahrende RB 25721 aus Gießen (links die Strecke nach Friedberg) sowie am 28.03. die Einfahrt der RB 25732 von Gelnhausen in Glauburg-Stockheim (Ernst Bäppler, 28.03.17).

RechteckMorgentliche Mobilität mit Mehrkosten


Der staatliche österreichische Rundfunk ORF wirbt mit einem durchgestylten Railjet für sein nunmehr ein Jahr altes Frühstücksfernsehen, täglich ausgestrahlt von einem anderen Ort. Die Tiroler Tageszeitung berichtet über einen Tiroler Bürgermeister, der mit überraschenden Hotel- und Stromrechnungen für das Rundfunkteam in seiner Gemeinde konfrontiert wurde. Gleichzeitig ist der Sender mit einer Enthüllungsserie der Kronenzeitung wegen überhöhter Gehälter, auch für die Mitarbeiter dieses Frühstücksfernsehens, konfrontiert. Allerdings: mit Blick auf private Sender zahlt man diese Mehrkosten gerne (GK, 28.03.17).

RechteckUmleiterverkehr über Templin und Joachimsthal



Am letzten Wochenende gab es Bauarbeiten zwischen Bernau b. Berlin und dem Karower Kreuz. So mussten einige Züge die Umleitstrecke über Templin und Joachimsthal befahren. Am Samstag konnte ich die 232 045 in Eberswalde und zwischen Golzow und Joachimsthal Kaiserbahnhof im Bild festhalten. Am Sonntag konnte die RheinCargo DE670 beim Umsetzen fotografiert werden.
Die Armada der Dieselloks russischen Ursprungs stand in Eberswalde abgestellt. Gegen 16:30 Uhr erhielt ich die Info, dass die Press mit der im DR-Lack gehaltenen 112 565 unterwegs nach Eberswalde ist.
Am Montag rollte es am Vormittag recht gut auf der Umleitstrecke. Von Berlin-Lichtenberg kam ein VT 628 nach Eberswalde. Diesen konnte wir in Joachimsthal und Joachimsthal Kaiserbahnhof im Bild fest halten. Danach folgte die 232 303 als Lz von Oranienburg nach Eberswalde. Im Anschluss konnte die 232 045 bei der Einfahrt Joachimsthal und zwischen Golzow und Britz beobachtet werden.
Es kehrte Ruhe ein, da die NEB die Strecke bis Joachimsthal befuhr. VT 017 wurde zwischen Golzow und Britz abgelichtet. Im Bild ist die Kirchturmspitze von Golzow zu erkennen. Leider war das Licht schon weit rum. Am Nachmittag kam dann noch ein Kesselzug von Stendel (PCK) vorbei. Bespannt war er mit der 233 478 und der 232 303. Die Ellok wurde jeweils mit über die Umleitstrecke geschleppt. Danach kehrte Ruhe ein (Ronny Sdunzik, 28.03.17).

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Farrail Tours

Europa

RechteckEU: Interrail wird Mobilitätspartner der EU-initiative Move2Learn, Learn2Move
Im Rahmen des runden Geburtstages der EU bekommen mehr Jugendliche die Chance Europa zu bereisen, um ihren interkulturellen Horizont zu erweitern. Zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge und 30. Geburtstag von Erasmus+ freut sich Interrail, sich als Partner des Move2Learn, Learn2Move Programms der Europäischen Kommission vorstellen zu dürfen. Die Initiative setzt sich das Ziel, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten Europa zu bereisen, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und ihren Gemeinschaftssinn für Europa zu festigen.
Eurail- und Interrail-Pässe für Nichteuropäer bzw. Europäer bauen auf den Werten der europäischen Einigung auf und symbolisieren den Kern einer gemeinsamen europäischen Zusammenarbeit durch grenzenloses Bahnreisen in über 30 europäischen Ländern.
"Unser Pass-Konzept wurde im Jahr 1959 eingeführt - nur zwei Jahr nachdem die Grundlagen für die Europäische Union gelegt wurden. Es folgt denselben Zielen: Reisemobilität, Frieden und größeres interkulturelles Verständnis", sagt Carlo Boselli, Geschäftsführer der Eurail Group G.I.E. "Wir freuen uns, dass die Vertreter der EU fast 60 Jahre später immer noch einen großen Schwerpunkt auf Reisen als Basis für einen erweiterten Gemeinschaftssinn der europäischen Identität legen."
Die diese Woche angekündigte Move2Learn, Learn2Move Initative wird mehr als 5.000 Jugendlichen über 16 Jahren die Möglichkeit geben sich in eTwinning Bildungsprogrammen zu treffen, auszutauschen und von anderen europäischen Gleichaltrigen zu lernen.
"Interrail ist stolz darauf an dem innovativen Move2Learn, Learn2Move Programm beteiligt zu sein. Eine aktive Unterstützung von Jugendmobilität und interkulturellen Verständnis wird einen positiven Effekt auf die Zukunft Europas haben", fügt Boselli hinzu. "In diesem Sinne befürworten wir die Diskussion im Europäischen Parlament über einen freien Interrail-Pass zum 18. Geburtstag jedes Europäers, um Jugendmobilität zu fördern und die Einheit und den Einklang Europas zu stärken - Grundprinzipien, auf denen die Europäische Union basiert", so Boselli.
Jedes Jahr nutzen mehr als 250.000 Europäer aller Altersgruppen Interrail, um zu einzigartigen Destinationen in Europa zu reisen, Menschen anderer Kulturen kennenzulernen, über die Vielfältigkeit und Geschichte, die Europa ausmacht, zu lernen, und eine gestärkte europäische Identität und ein gemeinsames Verständnis zu fördern (Pressemeldung Eurail Group G.I.E., 30.03.17).
RechteckWeitere Information zum Thema: Kostenloses Interrail für alle 18-Jährigen bleibt eine Vision (30.03.17).

RechteckSchweden: Erzbahn immer noch geperrt
Nach den heftigen Schneefällen am Sonntag blieb die Erzbahn auch am Mittwoch (29.03.17) immer noch gesperrt. Der stecken gebliebene Zug 93 steht nach wie vor zwischen Vassijaure und Björnfjell, die Züge 96 und 9914 bleiben derweil in Vassijaure.
Auch am Dienstag machten Lawinen das per Hubschrauber überwachte Gebiet noch unsicher. Oberleitung und Signalisierung sind an einigen Stellen beschädigt. Wieviel Zeit die Sicherungsarbeiten in Anspruch nehmen werden, ist noch nicht abzusehen (Bengt Dahlberg, 30.03.17).

RechteckSchweiz: Bundesrat genehmigt ein weiteres ZEB-Paket von Bahnausbauten
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. März 2017 im Rahmen des Bahnausbauprogramms "Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur" (ZEB) die achte Umsetzungsvereinbarung zwischen dem Bund und der SBB genehmigt. Damit werden 173,5 Millionen Franken für total neun Ausbauten freigegeben. Gleichzeitig hat der Bundesrat auch einer ZEB-Umsetzungsvereinbarung mit der Privatbahn BLS zugestimmt.
Bei der achten Umsetzungsvereinbarung mit der SBB geht es hauptsächlich um Massnahmen im Tessin sowie in Lausanne. Die grösste Einzelmassnahme ist der Doppelspurausbau zwischen Contone und Locarno und eine damit verbundene Zugfolgezeitverkürzung für insgesamt rund 83 Millionen Franken. Sie trägt dazu bei, das Angebot zwischen Locarno und Lugano zu verbessern. Zudem sind etwa 50 Millionen für Investitionen am Bahnhof Lausanne bestimmt. Diese dienen Vorbereitungsarbeiten im Hinblick auf den Umbau des Bahnhofs (u.a. Verlängerung der Perrons und Anpassung der Personenzugänge). Der in Lausanne geplante Ausbau ist nötig, um Verkehrsangebote mit mehr Sitzplätzen im Fernverkehr zu schaffen und das Angebot im Regionalverkehr zu erweitern.
Mit der Umsetzungsvereinbarung mit der BLS werden 9 Millionen Franken für eine Kreuzungsstation in Eifeld, zwischen Wimmis und Spiez, freigegeben. Mit dieser neuen Anlage sollen die Anschlüsse aus dem Simmental an den Fernverkehr in Spiez sichergestellt werden.
ZEB ist das Nachfolgeprojekt von Bahn 2000 und soll bis 2025 realisiert werden. Mehr als die Hälfte der insgesamt zur Verfügung stehenden 5,4 Milliarden wurden inzwischen für konkrete Projekte freigegeben. Die Ausbauten von ZEB hängen eng mit dem Ausbauschritt 2025 (AS2025) des Strategischen Entwicklungsprogramms Bahninfrastruktur (STEP) zusammen. Dieser ist Bestandteil der im Jahr 2014 vom Stimmvolk angenommenen Vorlage zu Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) (Pressemeldung Bundesamt für Verkehr, Informationen, 30.03.17).

RechteckSchweiz/Italien: BLS fährt im 2-Stunden-Takt von Bern nach Domodossola
Ab dem 9. Juli 2017 fährt die BLS im 2-Stunden-Takt von Bern über die Lötschberg-Bergstrecke via Brig nach Domodossola. Die Angebotsverbesserung bietet Pendlern und Freizeitreisenden attraktive Verbindungen am Simplon.
Die BLS verbessert das Bahnangebot am Simplon: Ab Sonntag, 9. Juli 2017 fahren Pendler und Freizeitreisende im 2-Stunden-Takt zwischen Bern und Domodossola via Spiez, Kandersteg und Brig. Auf die Angebotsverbesserung im regionalen Bahnverkehr zwischen Brig und Domodossola hat sich die BLS mit den zuständigen Behörden – mit dem Kanton Wallis, der «Agenzia della Mobilità Piemontese» und dem Bundesamt für Verkehr – geeinigt.
Mit dem neuen Fahrplan profitieren die Fahrgäste täglich vom Morgen bis am späten Nachmittag alle zwei Stunden von einer RegioExpress-Verbindung zwischen Bern und Domodossola. Während den Hauptverkehrszeiten unter der Woche fahren die RegioExpress-Züge stündlich. Im Vergleich zum heutigen Angebot, bei dem die Züge vorwiegend während den Hauptverkehrszeiten verkehren, kann der 2-Stunden-Takt effizienter betrieben werden. Die Züge werden in Brig nicht mehr einen 20-minütigen Halt einlegen, sondern direkt nach Domodossola und wieder zurück nach Bern fahren. Die BLS braucht darum keine zusätzlichen Züge auf dieser Linie.
Den regionalen Personenverkehr am Simplon betreibt die BLS seit dem Fahrplanwechsel vom 11. Dezember 2016 mit niederflurigen und begleiteten RegioExpress-Zügen des Typs Lötschberger.
Einen Vorgeschmack auf die Angebotsverbesserung am Simplon erhalten die Fahrgäste an den kommenden Feiertagen. An Ostern, Muttertag, Auffahrt und Pfingsten fährt die BLS zwischen Bern und Domodossola am Morgen und Nachmittag je zwei direkte Züge. Erfahrungen mit Extrazügen aus den letzten Jahren zeigen, dass die Kunden ein dichteres Angebot wünschen und nutzen.
Mit der Angebotsverbesserung am Simplon weitet die BLS ihr Tourismuskonzept Lötschberger-Land auf die Region Piemont aus und stärkt damit den Tourismus im Berner Oberland, im Wallis, am Simplon und um den Lago Maggiore. Die BLS konnte verschiedene Partner in Norditalien gewinnen – etwa die Centovalli-Bahn, den Busbetrieb Comazzi, den botanischen Garten Villa Taranto, den Nationalpark Val Grande oder die Gemeinde Verbania. Gemeinsam mit den touristischen Partnern vermarktet die BLS die Bahnfahrt zu den Ausflugszielen entlang der gesamten Strecke. Durch die Verbesserung des Angebots und der Vermarktung trägt die BLS zu einer erhöhten Wertschöpfung in den Regionen bei (Pressemeldung BLS, 30.03.17).

RechteckSpanien: Schulden erwürgen Adif-Alta Velocidad
Adif-Alta Velocidad, der staatlich spanische Infrastrukturmanager für sämtliche Hochgeschwindigkeitsstrecken in den Spurweiten 1.435 und 1.668 mm, musste einem Bericht des Wirtschaftsblattes El Economista zufolge 590 Mio. Euro Anleihen zur Refinanzierung seiner Schulden von 14,43 Mrd. Euro aufnehmen. Das Blatt spricht deshalb davon, dass die Schulden den Infrastrukturbetreiber "erwürgen" können.
Obwohl der AVE-Betreiber Renfe im Hochgeschwindigkeitsverkehr steigende Fahrgastzahlen für das Jahr 2016 vermelden konnte, ist das Nettoergebnis von Adif-Alta Velocidad mit -210 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2016 (Januar-September) um 25% weiter in den negativen Bereich gerutscht. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug es -168 Mio. Euro. Die Einnahmen lagen bei 384,9 Mio. Euro (+0,1%), das EBITDA betrug 6,8 Mio. Euro (-77%).
Die Erhöhung der Fahrgastzahlen um 4,8% im AVE-Verkehr der Renfe (20,4 Mio. Fahrgäste im Jahr 2016) gegenüber dem Vorjahr hat zu keinen neuen Einnahmen für den Infrastrukturmanager geführt, da die bessere Auslastung der Züge nicht zu mehr Zügen führte. Die Trassengebühren für Netz und Bahnhöfe stagnierten bei 379 Mio. Euro, während die sonstigen betrieblichen Erträge einschließlich Mieten, Dienstleistungen und Stromversorgung um 4,3% sanken.
Die Zahlen zeigen, dass das Unternehmen in der Lage ist, den Betrieb im Gleichgewicht zu halten, aber keine genügenden Einnahmen zum Abbau der Schulden in Höhe von über 14,4 Mrd. Euro erzielen kann. Die Kosten zur Refinanzierung der Schulden stiegen um 9,9% auf 216 Mio. Euro. ADIF wollte dies durch eine Erhöhung der Zugangsgebühren um 15% ausgleichen, was von der Wettbewerbsbehörde CNMC abgelehnt wurde.
Insbesondere seit September 2015 hat Adif-Alta Velocidad ​​590 Mio. Euro Anleihen aufgenommen, die die Verpflichtungen auf 3,19 Mrd. Euro erhöhten, während die Verschuldung gegenüber der EIB und anderen Banken um 423 Mio. Euro sanken. Dadurch konnten kurzfristig die Fälligkeiten reduziert werden, steigen aber für den Zeitraum von 2022 bis 2026 um 7,9% (622 Mio. Euro) (WKZ, Quelle El Economista, 30.03.17).

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