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LOK Report – News von Donnerstag/Freitag, 25/26.05.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
BMVI stellt Strategie
Planungsbeschleunigung vor

Absatzlinie
BEA-TT veröffentlicht Abschluss-
bericht zur TGV-Entgleisung

Absatzlinie
Kommerzielle Zulassung für die
LGV Bretagne – Pays de la Loire

Absatzlinie
Verkehrsministerium und Land
Tirol bestellen 7,1 Mio. Bahn-km

Absatzlinie
Mlliardeninvestition
für die Inlandsbahn

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Peter Wehowsky

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Planungsbeschleunigung

RechteckBMVI: Strategie "Planungsbeschleunigung" vorgestellt
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat in Berlin die "Strategie Planungsbeschleunigung" des BMVI vorgestellt. Sie ist die Grundlage, um Planungs- und Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte zu verkürzen. Nächster Schritt ist ein Planungsbeschleunigungsgesetz, das in der kommenden Legislaturperiode vorgelegt wird.
Dobrindt: Seit dieser Legislaturperiode stehen mehr Mittel für die Infrastruktur bereit als jemals zuvor. Mit unseren Rekordmitteln können wir alle vordringlichen Projekte des neuen Bundesverkehrswegeplans 2030 umsetzen bzw. beginnen. Das Nadelöhr sind nicht mehr die Finanzen, sondern die Planungen. Die Prozesse sind oftmals langwierig und kompliziert. Der BVWP darf aber nicht daran scheitern, dass Planfeststellungsverfahren scheitern. Das Ziel lautet: Schneller planen, um zügiger zu bauen - mit einem modernen und bürgerfreundlichen Planungsrecht. Wir werden die Digitalisierung vorantreiben, die Verfahren vereinfachen und den Umweltschutz praktikabel gestalten. So können wir die Rekordmittel aus dem Investitionshochlauf noch effizienter einsetzen.
Die "Strategie Planungsbeschleunigung" basiert auf der Arbeit einer von Minister Dobrindt eingesetzten Experten-Runde mit Vertretern aus Politik, Verbänden, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Für den Verkehrsträger Schiene nahm die DB AG teil.
Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der DB AG: Wir begrüßen die Empfehlungen des Innovationsforums. Sie ermöglichen eine schnellere Realisierung unserer Großprojekte und sind ein Beitrag für mehr Verkehr auf der Schiene.
Schwerpunkte der Strategie:
Mehr Digitalisierung: Sämtliche Planungsunterlagen werden im Internet veröffentlicht, damit Bürger einfacher darauf zugreifen können. Die Möglichkeiten des digitalen Planens und Bauens (Building Information Modeling; BIM) werden künftig auch innerhalb der Genehmigungsbehörden genutzt. Alle Beteiligten werden digital vernetzt.
Vereinfachte Verfahren: Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren sollen in Pilotprojekten zusammengefasst werden, um Doppelarbeiten zu vermeiden. Für Ersatzbauten von Brücken und Schleusen sollen vereinfachte Verfahren stärker genutzt werden. Projektmanager sollen behördliche Verfahren vorbereiten und durchführen können. Das BMVI wird mit der DB AG noch in dieser Legislaturperiode eine Vereinbarung unterzeichnen, um herausragende Schienenprojekte in Deutschland zügiger zu planen und umzusetzen - einschließlich einer frühzeitigen und umfassenden Bürgerbeteiligung. Künftig wird es dabei eine belastbare Finanzierung der Planungen durch den Bund geben.
Praktikables Umweltrecht: Artenschutzlisten sollen aktualisiert werden, damit die tatsächlich gefährdeten Arten effektiv geschützt werden. Umweltinformationen werden gebündelt und Kartier- und Artendaten in Datenbanken eingepflegt. Für Einwendungen soll die Präklusion, also eine Stichtagsregelung wieder eingeführt werden, um einen geordneten Abschluss der Verfahren und Rechtssicherheit zu gewährleisten. Die komplette "Strategie Planungsbeschleunigung" finden Sie unter www.bmvi.de. Die "Strategie Planungsbeschleunigung" ist neben dem "Aktionsplan Großprojekte" sowie dem "Stufenplan Digitales Planen und Bauen" ein weiterer Teil des Maßnahmenpakets von Minister Dobrindt für termin- und kostengerechtes Planen und Bauen von Infrastruktur- und Großprojekten (Pressemeldung BMVI, 25.05.17).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Naturschutz droht unter die Räder zu kommen
Verkehrsminister Dobrindt hat die Ergebnisse des so genannten Innovationsforums Planungsbeschleunigung vorgestellt. Dazu erklärt Stephan Kühn, Sprecher für Verkehrspolitik:
Die Vorschläge sind ein Angriff auf den Natur- und Umweltschutz und damit ein Rückfall in längst vergangen geglaubte Zeiten. Wachsendes Artensterben, zunehmende Landschaftszerschneidung und Flächenversiegelung durch Verkehrswege werden einfach ignoriert. Besonders fragwürdig ist das geforderte Vetorecht, dass das Verkehrsministerium in allen Umweltrechtsfragen erhalten soll. Offensichtlich glaubt man, sich das Umweltrecht so zurecht biegen zu können, wie es gerade für den Straßenbau passt
Bürgerbeteiligung spielt bei den Vorschlägen überhaupt keine Rolle. Statt zu versuchen, Planungsbeschleunigung bei Verkehrsprojekten durch das Schleifen von Natur- und Umweltschutzstandards zu erreichen, sollte man auf mehr Bürgerbeteiligung setzen. Wer die Akzeptanz von Infrastrukturprojekten erhöhen will, muss die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig an der Frage beteiligen, ob das Vorhaben notwendig ist und welche Alternativen dazu bestehen. Bei den heutigen Planungsverfahren haben Betroffene weitreichende Rechte erst dann, wenn die Planung weit fortgeschritten ist und es nur noch um das „Wie“ aber nicht um das „Ob“ geht (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 25.05.17).

RechteckVDV: Ergebnisse des Innovationsforums Planungsbeschleunigung begrüßt
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat in Berlin die Ergebnisse des Innovationsforums Planungsbeschleunigung präsentiert. Die Empfehlungen der Expertenrunde aus Bund, Ländern, Verbänden und Wissenschaft zielen auf eine Reform des deutschen Planungsrechts, so dass zum Beispiel Großprojekte im Schienennetz bis zu fünf Jahre früher umgesetzt werden können. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der im Innovationsforum des Bundesverkehrsministeriums mitgearbeitet hat, begrüßt die vorliegenden Ergebnisse: "Die Zusammenarbeit war äußerst konstruktiv und zielorientiert. Von Beginn an war allen Beteiligten klar, dass man schnell zu konkreten Verbesserungen kommen muss, um die Planungsprozesse in Deutschland zu beschleunigen. Die jetzigen Vorschläge sind dafür hervorragend geeignet und müssen nun zeitnah zu den nötigen Gesetzesänderungen führen. Wir brauchen eine umfassende Reform des deutschen Planungsrechts, um Infrastrukturprojekte künftig schneller und effizienter umsetzen zu können.", so VDV-Präsident Jürgen Fenske.
Aus Sicht des VDV und der beteiligten Verkehrsunternehmen sind im vorliegenden Bericht vor allem die vier Vorschläge zur Planungsbeschleunigung von Schienenprojekten positiv hervorzuheben. Demnach schlägt das Innovationsforum vor:
die Zuständigkeit für Anhörungsverfahren im Bereich der Bundesschienenwege von den Ländern zentral auf das Eisenbahnbundesamt zu übertragen
die Bedarfsplanumsetzungsvereinbarung abschließend zu vereinbaren und damit pauschale Finanzierung von Planungskosten zu ersetzen
vermehrt auf partnerschaftliche Projektabwicklung und neue Formen der Zusammenarbeit mit Bauunternehmen zu setzen sowie
einheitliche Förderrichtlinien der Länder für den Bau von Eisenbahnkreuzungen in den Kommunen zu schaffen.
Aus Sicht der Branche kann die Umsetzung dieser vier Punkte bei einer Planungsrechtsreform dazu führen, dass Großprojekte im Schienennetz rund fünf Jahre früher umgesetzt werden könnten als bisher angedacht. "Die Ziele der Bundesregierung hinsichtlich Verkehrsverlagerung und Klimaschutz dulden keinen Aufschub. Um im Verkehrssektor möglichst schnell zu messbaren Erfolgen zu kommen, brauchen wir daher zeitnah eine substanzielle Reform des Planungsrechts. Wir müssen Infrastrukturprojekte im Verkehr künftig schneller, effektiver, kostengünstiger und partnerschaftlicher umsetzen", so Fenske abschließend (Pressemeldung VDV, 25.05.17).

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDBV: Bundesvorstand neu gewählt
Auf dem 40. Bundesverbandstag des Deutschen Bahnkunden-Verbandes in Stuttgart-Kornwestheim wurde am 20. Mai 2017 der Bundesvorstand für weitere drei Jahre gewählt. Wiedergewählt wurde der seit 1991 amtierende Präsident Gerhard J. Curth aus Berlin, der auch das Ressort Infrastruktur leitet. Ebenfalls wiedergewählt wurde Vizepräsident Wolfgang Klapdor aus Gimbsheim, der auch das Ressort Internationales leitet. Auch der Bundesschatzmeister und 2. Vizepräsident Frank Böhnke aus Berlin bleibt im Amt. Er leitet auch das Ressort Länderaufgaben. Zu weiteren Bundesvorstandsmitgliedern wurden gewählt:
Ferdinand Fischer, Dresden, Ressort Jugend und Volksbildung
Andreas Hinsch, Dessau; Ressort Fahrzeugtechnik
Dipl.-Ing. Frank Petrovsky, Berlin, Ressort Umweltschutz
Georg Radke, Berlin, Ressort Güterverkehr
Oswald Richter, Berlin, Ressort Bahnbau
Dr. Wilfried Ruppert, Groß Kreutz, Ress. Verbraucherschutz und Historie
Dipl.-Ing. Christian Schultz, Berlin, Ressort Personenverkehr
Dipl.-Archäol. Rolf Schulte, Trebel, Ressort Alternative Schienennutzung und
Dieter Westermayer, Esslingen, Res. Mobilitätseingeschränke Personen
Der DBV ist Dachverband von derzeit 68 Organisationen in den mehr als 10.000 Einzelmitglieder organisiert sind (Pressemeldung DBV, 25.05.17).

RechteckDeutsche Bahn: Die zehn spektakulärsten Bahnbrücken Deutschlands
Groß, klein, jung, alt, aus Beton, Ziegel oder Stahl, wenige Meter oder mehrere Kilometer lang: Die DB unterhält in Deutschland mehr als 25.000 Eisenbahnbrücken unterschiedlichster Couleur. Zum Brückentag stellt die Deutsche Bahn die Top Ten-Brücken und ihre spektakulärsten Fakten vor:

1. Die Längste: 8.614 Meter – das ist ziemlich genau die Höhe des K2, des zweithöchsten Bergs der Erde. Mit diesen beeindruckenden Maßen wartet Deutschlands längste Eisenbahnbrücke auf. Zu finden ist die Saale-Elster-Talbrücke, die seit 2015 ihren Dienst tut, auf der Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle.
2. Die Älteste: 1838 werden Ferdinand Graf von Zeppelin sowie Georges Bizet geboren. Und: auf der Strecke Leipzig–Dresden geht Deutschlands älteste noch regulär genutzte Eisenbahnbrücke bei Wurzen in Betrieb.

3. Die Höchste: Die Müngstener Brücke bei Solingen ist durch und durch aus Stahl und mit 107 Metern die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Unter der 465 Meter langen Konstruktion aus 5.000 Tonnen Stahlprofilen hätte sogar die New Yorker Freiheitsstatue noch ausreichend Luft nach oben.
4. Die Preisgekrönte: Die Gänsebachtalbrücke auf der Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle überzeugte 2014 die Jury des "Deutschen Brückenbaupreises" von ihrer Leichtigkeit und Ästhetik, mit der sie sich mit ihrer beachtlichen Länge von 1.001 Metern harmonisch in ihre Umgebung einfügt.

5. Die Internationale: Über 150 Jahre schreibt die Rheinbrücke zwischen Kehl und Strasbourg europäische Geschichte. 238 Meter lang ist die Eisenbahnüberführung aus Stahlfachwerk, die sich zwischen Deutschland und Frankreich über den Rhein spannt. Seit 2010 ist das Bauwerk komplett erneuert und sorgt so weiter für grenzübergreifende Begegnungen.
6. Die Steinreichste: Mehr als 26 Millionen Ziegelsteine, 98 Bögen und Architektur vom Feinsten: Die Göltzschtalbrücke auf der Strecke Leipzig–Hof ist nicht nur eine wahre Augenweide, sondern hält auch den Rekord als größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Fast auf den Tag genau vor 171 Jahren startete der Bau des Bauwerks, das zu Recht als Wahrzeichen des Vogtlands gilt.

7. Die mit der großen Klappe: In Oldenburg geht im wahrsten Sinne des Wortes die Klappe auf: Die Eisenbahnbrücke über die Hunte öffnet hier ihre zwei unabhängig voneinander bewegbaren Brückenteile für den Schiffsverkehr. Waren zum Betriebsstart im Jahr 1954 noch Zahnräder und Kurbelscheiben gefragt, steuert heute ein hydraulisches System die beiden Klappen.
8. Die Unsichtbare: Im Untergrund, 180 Meter lang: Die Brücke, die zwischen Varel und Sande entsteht, wird niemand zu Gesicht bekommen. Dennoch fristet sie kein Schattendasein, sondern spielt im weichen Boden der Strecke Oldenburg–Wilhelmshaven eine tragende Rolle. 100 Pfähle plus Stahlbetondeckel braucht es, damit Schotter und Gleise für künftige Zugfahrten zum Jade-Weser-Port stabil liegen.

9. Die Verkehrsreichste: Die Hohenzollernbrücke in Köln ist mit 1.220 Zügen am Tag die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Deutschlands. Mehr als 413 Meter lang, etwa 40 Meter breit, sechs Gleise und so schwer wie einhundert Blauwale: das sind die Maße des faszinierenden Bauwerks aus Beton und Stahl, das am Standort der ehemaligen Dombrücke über den Rhein führt.
10. Die Neuesten: Auf der Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt warten 29 nigelnagelneue Brücken mit einer Gesamtlänge von rund 12 Kilometern auf ihren ersten Einsatz. Im Dezember 2017 ist es soweit, dann sausen nach Inbetriebnahme des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8 (Nürnberg–Berlin) die schnellen Züge mit bis zu 300 Stundenkilometern darüber (Pressemeldung Deutsche Bahn, 25.05.17).

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Industrie

RechteckAlstom: Auftrag über 10 Coradia Lint Regionalzüge
Alstom hat von der HzL Hohenzollerischen Landesbahn AG einen Auftrag über die Lieferung von 10 Coradia Lint Regionalzügen im Wert von rund 50 Mio. Euro erhalten. Die Dieseltriebwagen werden im Alstom Werk in Salzgitter gebaut und bis Mai 2019 für die Strecken RE Ulm-Aalen, RB Ulm-Langenau und RB Ulm-Munderkingen, für das Vergabenetz 12 "Ulmer Stern", ausgeliefert.
"Mit diesem Auftrag verkehren Alstoms Coradia Lint Züge erstmals in Baden-Württemberg. Die bewährten Regionalzüge von Alstom werden eine Bereicherung für die Region sein und den Fahrgastkomfort auf ein neues Niveau heben", sagt Jochen Slabon, Vertriebsleiter für Alstom in Deutschland und Österreich.
"Der Lint von Alstom ist eine absolute Neuerung in unserem Fuhrpark. Wir sind sehr gespannt auf die neuen Fahrzeuge und freuen uns, unseren zukünftigen Fahrgästen einen hohen Komfort bieten zu können." sagt Tobias Harms, technischer Vorstand HzL.
Der Coradia Lint 54 ist ein verbrauchsarmer Dieseltriebzug, der bei hoher Beschleunigung eine maximale Betriebsgeschwindigkeit von 140 km/h erreichen kann. Die von der HzL bestellten zweiteiligen Züge haben eine Einstiegshöhe von 628 mm und eine Sitzplatzkapazität für insgesamt 150 Fahrgäste als auch 18 Fahrradstellplätze. Sie zeichnen sich durch eine komfortable, großzügige Sitzanordnung aus, bei dem fast jeder feste Sitz mit Tischen für Laptops ausgestattet ist. Die Züge sind alle mit WLAN, einem Unterhaltungs- und Fahrgastinformationssystem mit Monitoren für statische und dynamische Informationen sowie Videoüberwachung zur Gewährleistung einer hohen Fahrgastsicherheit ausgestattet.
Alstoms Coradia Lint Züge verkehren seit 2000 in mehr als 30 Netzen in Deutschland, Europa und Kanada. Dank kontinuierlicher Verbesserungen bieten diese Züge höchsten Standard in punkto Sicherheit, Geräusch- und CO2-Emissionen und zeichnen sich durch hohe Verfügbarkeit aus. Es wurden bisher mehr als 2.200 Coradia Züge verkauft und 1.900 verkehren zurzeit in Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Spanien, Schweden und Kanada.
In Salzgitter, dem weltweit größten Fertigungsstandort des Alstom-Konzerns, werden Diesel- und Elektrotriebzüge für den in- und ausländischen Markt - vor allem für Skandinavien - gebaut. Mit einem Marktanteil von 70 Prozent bei modernen Dieselzügen ist Alstom seit den letzten 10 Jahren eindeutig marktführend in Deutschland. Alstom beschäftigt mehr als 2.500 Mitarbeiter in Salzgitter (Pressemeldung Alstom, 25.05.17).

RechteckGo-Ahead: Peter Raue wird Geschäftsleiter Baden-Württemberg
Peter Raue wird Geschäftsleiter Baden-Württemberg für Go-Ahead Zum 1. Juni 2017 startet Dr. Peter Raue (48) als Geschäftsleiter für die Go-Ahead Baden-Württemberg. Vom neuen Go-Ahead Büro in Stuttgart aus ist er für die Mobilisierungsphase, den Aufbau der Werkstatt in Essingen sowie ab Juni 2019 für den Betrieb des Bahnverkehrs auf den Strecken des Stuttgarter Netzes 1 verantwortlich. Ab dann wird Go-Ahead für seine Fahrgäste rund acht Millionen Zugkilometer zwischen Stuttgart, Würzburg, Crailsheim, Karlsruhe und Ulm befahren.
Der promovierte Physiker Peter Raue war zuvor als Bereichsleiter Fahrweg bei den Kölner Verkehrsbetrieben tätig. Davor war er mehr als zehn Jahre in leitenden Funktionen für die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH erfolgreich tätig. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit Peter Raue einen ebenso kompetenten wie erfahrenen Nahverkehrsexperten und -praktiker für Go-Ahead in Baden-Württemberg gewinnen konnten. Er ist ein wichtiger Garant dafür, dass wir unsere Mobilisierungsphase bis zum Betriebsstart im Juni 2019 weiter konsequent vorantreiben", sagt Stefan Krispin, Geschäftsführer von Go-Ahead Deutschland.
Peter Raue ist ein ausgewiesener Experte für die Implementierung moderner Mobilitätskonzepte. Neben seiner intensiven praktischen Berufserfahrung im Nahverkehr in Baden-Württemberg, lehrt er als Dozent an der RWTH Aachen und hat zahlreiche Fachbeiträge publiziert. "Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe bei Go-Ahead in Baden-Württemberg. Der Anspruch unseres Teams ist es, den Menschen in Baden-Württemberg ab Sommer 2019 eine hohe Qualität und einen erstklassigen Service im Nahverkehr zu bieten", so Peter Raue (Pressemeldung Go-Ahead, 25.05.17).

RechteckNeska: Zweigniederlassungen in Duisburg und in Krefeld
Der Logistikdienstleister neska hat seine Organisationsstruktur im operativen Bereich weiter optimiert. Zu diesem Zweck wurden in Duisburg und in Krefeld zwei neue Zweigniederlassungen errichtet. Darüber hinaus gibt es personelle Neuigkeiten beim RRT Rhein-Ruhr Terminal in Duisburg sowie in der neska-Niederlassung Köln.
Das operative Geschäft der bisherigen unselbständigen neska-Betriebszweige RBT Rhein-Ruhr Bulk Terminal (Duisburg) und Danes (Krefeld) wird ab sofort in den neu errichteten Zweigniederlassungen Duisburg und Krefeld unter der Marke neska fortgeführt.
Leiter der neuen Duisburger Zweigniederlassung der neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH ist Thomas Schymetzko (47). Die neue Krefelder Zweigniederlassung der neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH wird von Peter Danes (47) geleitet.
Mit diesem Schritt sei die neska-Gruppe dem erklärten Ziel einer einheitlichen Unternehmensorganisation sowie der Stärkung der Marke neska erheblich näher gekommen, erklärt Volker Seefeldt, Vorsitzender der neska-Geschäftsführung. "Das operative Geschäft der neska findet künftig ausschließlich in Zweigniederlassungen und Beteiligungen statt. Für unsere Kunden und Geschäftspartner ist die neue Struktur wesentlich transparenter und verständlicher", so Seefeldt.
Eine weitere Veränderung betrifft die RRT Rhein-Ruhr Terminal GmbH, die zwei Containerterminals in Duisburg betreibt. Mit Wirkung zum 1. Juni 2017 wurde der bisherige Prokurist und Terminal-Manager Kevin Gründer (38) zum weiteren Geschäftsführer der Gesellschaft neben Hans Peter Wieland (64) bestellt. Bereits zum 1. Mai 2017 wurde Thomas Quandt (39) die Leitung der Logistik-Abteilung der neska-Niederlassung Köln übertragen und ihm wurde Handlungsvollmacht erteilt (Pressemeldung Neska, 25.05.17).

RechteckVossloh: Neue Vorsitzende von Vorstand und Aufsichtsrat stellen sich vor
Auf der heutigen ordentlichen Hauptversammlung der Vossloh AG in Düsseldorf billigten die Aktionäre alle Vorschläge der Verwaltung. Insgesamt waren rund 65 % des Grundkapitals der Vossloh AG repräsentiert. Die Aktionärsversammlung beschloss entsprechend den Vorschlägen der Verwaltung, den Bilanzgewinn des Jahres 2016 auf neue Rechnung vorzutragen und die im Berichtsjahr amtierenden Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat zu entlasten.
Als Nachfolger von Herrn Heinz Hermann Thiele, der sein Mandat mit Ablauf der Hauptversammlung aus persönlichen Gründen wie angekündigt niederlegte, wurde Herr Dr.-Ing. Volker Kefer, ehemaliger stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn AG, in den Aufsichtsrat gewählt. Der Vorstand der Vossloh AG dankt Herrn Thiele für seine überaus erfolgreiche Tätigkeit im Aufsichtsrat und die wertvolle Unterstützung der Gesellschaft in den vergangenen vier Jahren sowie für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. In der Sitzung des Aufsichtsrats im Anschluss an die Hauptversammlung wurde Herr Dr. Kefer zum Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmt. "Herr Dr. Kefer ist ein ausgewiesener Experte der Bahnindustrie und damit ein exzellenter Kandidat für den Aufsichtsratsvorsitz bei Vossloh", so Heinz Hermann Thiele. Herr Dr. Volker Kefer: "Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe bei einem der weltweit führenden Unternehmen in der Bahninfrastruktur. Vossloh ist ein dynamisches Unternehmen mit hervorragender Zukunftsperspektive."
Die Hauptversammlung der Vossloh AG stimmte ebenfalls der Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals zu. Mit diesem Kapitalrahmen wird die finanzielle Flexibilität des Unternehmens im Hinblick auf die weitere Umsetzung der Wachstumsstrategie deutlich erhöht.
Andreas Busemann, seit dem 1. April 2017 Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG, gab den Aktionären nach einem Rückblick auf die Erfolge der Neuausrichtung in den vergangenen Jahren auch einen Einblick in die digitalen Trends in der Bahnindustrie. "Kunden fragen nach kosteneffizienten Lösungen, um die Sicherheit, die Betriebsqualität und die Verfügbarkeit der bestehenden Infrastruktur weiter zu verbessern", so Busemann. "Als technologisch führender, weltweit operierender Bahninfrastrukturanbieter ist es unser Anspruch und unser Ziel, die Entwicklung des Schienenverkehrs aus Sicht und im Sinne unserer Kunden aktiv voranzutreiben." (Pressemeldung Alstom, 25.05.17).

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Aus den Ländern

RechteckBW: AVG erweitert Betriebs-Standort in Heilbronn

Die neue AVG-Wagenhalle in Heilbronn wird nach einem Entwurf des Architekturbüro basicc erstellt. Grafik Architekturbüro basicc.

Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) wird ihren Standort in Heilbronn in den kommenden Jahren ausbauen. Auf einem knapp 5000 Quadratmeter großen Areal am alten Busbahnhof errichtet das kommunale Verkehrsunternehmen eine Abstellanlage mit Wagenhalle für die Stadtbahnen der Linien S4, S41 und S42. Diese ermöglicht die Wartung und die Reinigung der Fahrzeuge und beinhaltet Sozial- und Büroräume für die AVG-Mitarbeiter.
Der Baubeginn für das Infrastrukturprojekt, in das die AVG rund 7,5 Millionen Euro investiert, erfolgt in Abstimmung mit der Stadt Heilbronn spätestens nach der Bundesgartenschau. Bezugsfertig wird der neue Gebäudekomplex, der vom Karlsruher Architekturbüro basicc geplant wird, dann zwei Jahre später sein. „Heilbronn ist ein zentraler Knotenpunkt in unserem Stadtbahnnetz. Mit dem Ausbau des Standortes werden wir die betriebliche Qualität deutlich verbessern können. Davon werden auch unsere Kunden profitieren“, erklärt Standortleiterin Nadine Günther.
Insbesondere bei der Wartung der Stadtbahnen können durch den Neubau Betriebsabläufe optimiert werden. „Wenn eine Bahn wegen kleineren Defekten in die Werkstatt muss, wird sie derzeit noch aufwendig in unseren Betriebshof am Karlsruher Rheinhafen überführt. Dieser zeitintensive Transfer wird dann zukünftig entfallen. Wir können dann diese Reparaturarbeiten direkt vor Ort durchführen, so dass die Bahnen entsprechend schneller wieder für den Fahrbetrieb zur Verfügung stehen und Zugausfälle minimiert werden“, macht Günther deutlich. In einem Drei-Schicht-Betrieb kümmern sich zukünftig 14 Mitarbeiter darum, dass die Bahnen einsatzbereit sind.
Für die gesamte Anlage hat die AVG ein Grundstück der Deutschen Bahn bereits 2011 erworben. Wenn die Anlage fertiggestellt ist, haben hier 13 Stadtbahnen Platz. Auch dies spart Zeit und Kosten, weil die Bahnen nach Betriebsende nicht mehr an anderen Betriebshöfen in der Region abgestellt werden müssen.
Durch den Ausbau des Standortes möchte die AVG aber auch die räumliche Situation für ihre Mitarbeiter vor Ort verbessern. „Insbesondere für unsere Ausbilder und Triebfahrzeug-führer wollen wir ein zeitgemäßes und attraktives Arbeitsumfeld schaffen“, so Günther (Pressemeldung AVG, 25.05.17).

RechteckBW: CAF liefert Fahrzeuge für Schönbuchbahn
Der Zweckverband Schönbuchbahn hat im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gegeben, dass die Beschaffung von leichten elektrischen Triebzügen für den Zweckverband Schönbuchbahn ("Lieferung E-Triebzüge ZVS – II) an die Contrucciones y Auxiliar de Ferrocarriles, S.A., CAF, S.A. vergeben wurde (2017/S 099-197148).
Gegenstand und Ziel der Ausschreibung war es, 9 Triebzüge mit den nachfolgend genannten Eigenschaften für den Verkehr auf der Schönbuchbahn zu beschaffen (Basislieferung). Der Auftraggeber behält sich vor, über eine 1. Lieferoption den Lieferauftrag über 9 Triebzüge nachträglich bis zu 3 Jahren nach Abnahme der Fahrzeuge um 2 weitere baugleiche Triebzüge zu erweitern, um eine über seine Verkehrsprognosen hinaus ansteigenden Verkehrsnachfrage oder einen anderweitigen Fahrzeugmehrbedarf abdecken zu können.
Die Triebzüge gehen in den aufgabenträgereigenen Fahrzeugpool des ZVS ein und sollen – nach Durchführung eines separaten Wettbewerbsverfahrens – dem zukünftigen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) für die Dauer des jeweiligen Verkehrsvertrages auf Mietbasis für die Erbringung der SPNV-Leistungen zur Verfügung gestellt werden. Der Auftraggeber behält sich vor im Verlauf des Verfahrens ein 2. Lieferoption zu definieren, die im Verhandlungsweg so ausformuliert wird, dass sie nicht nur vom Auftraggeber selbst eingelöst werden kann sondern auch vom Auftraggeber an einen benachbarten oder/und kooperierenden Aufgabenträger übertragen werden kann, damit dieser selbst baugleiche Triebzüge im Anschluss an die Basislieferung oder zusammen mit einer eingelösten 1. Lieferoption bestellen kann (Quelle EU-Ausschreibung, 25.05.17).

RechteckBrandenburg: DBV kritisiert Finanzierungsprobleme des öffentlichen Verkehrs
Anfang Mai 2017 fand in Potsdam die "Straßenbahnkonferenz" der Landesgruppe Ost des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen statt. Der Regionalverband Potsdam-Mittelmark des DBV hatte gehofft, dass es endlich zu einer Änderung der Landespolitik kommt. Verkehrsunternehmen, Fahrgastverbände, Betriebe und Fachleute kritisieren seit langer Zeit, dass die bekannten Finanzierungsprobleme endlich gelöst werden müssen. Diese Hoffnung wurde bitter enttäuscht. Es entsteht der Eindruck, dass man das Problem zu Lasten der Betriebe und deren Fahrgäste aussitzen möchte.
Für uns stellt sich die Frage, wie die Regierungsparteien zu ihren Wahlversprechen stehen, wenn man die Finanzierung in der bisherigen Form weiterführt. Das Land Brandenburg ist im Rahmen der ÖPNV-Finanzierung das absolute Schlusslicht und die im Doppelhaushalt bewilligten zusätzlichen 12 Mio. Euro sind nur ein Tropfen auf den überhitzten Stein. Es ist für uns fragwürdig, wenn einerseits die noch kreisfreien Städte und die Landkreise wegen hoher Schulden kritisiert werden. Andererseits aber die überschuldeten Kommunen durch die Landesregierung bei den anstehenden Investitionskosten für die Herstellung der Barrierefreiheit und Neuanschaffung von Straßenbahnfahrzeugen alleine gelassen werden.
Wir fordern das Land Brandenburg auf, endlich im Sinne der Fahrgäste im Land Brandenburg aktiv zu werden und die bisherige "Basta-Politik" aufzugeben. (Pressedienst des DBV-Regionalverbandes Potsdam-Mittelmarkk, 25.05.17).

RechteckSachsen-Anhalt: DBV kritisiert Finanzierungsprobleme des öffentlichen Verkehrs

Zusatzangebot mit gesondertem Fahrplan: Mit dem Saurer-Alpenbus von 1958 durch das Selketal. Foto HSB/Dirk Bahnsen.
Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) bietet ab dem 25. Mai zusätzliche Fahrten mit einen historischen Bus zwischen Quedlinburg und Harzgerode an. Damit wird das seit rund vier Wochen veränderte Fahrtenangebot aus Dampfzügen, Triebwagen und teilweisem Schienenersatzverkehr im Selketal auf besondere Weise ergänzt.
Seit dem Beginn des HSB-Sommerfahrplanes HSB am 29. April müssen auf der Selketalbahn aufgrund von Personalmangel erstmals einige Zugleistungen mit Bussen im Schienenersatzverkehr erbracht werden. Ab dem Himmelfahrtstag kommt nun zusätzlich ein historischer Saurer-Alpenbus zum Einsatz. Dieser verkehrt täglich nach einem gesonderten Fahrplan zwischen Quedlinburg, Alexisbad und Harzgerode. An Bord gilt der Tarif der Harzer Schmalspurbahnen.
Das außergewöhnliche Fahrzeug verfügt neben Panoramascheiben im Dachbereich über insgesamt 30 Sitzplätze und wurde 1958 von der Schweizer Firma Saurer gebaut. In seiner „Jugend“ war der 125 PS starke Veteran vorrangig als Linienbus in den Schweizer Alpen unterwegs, brachte Kinder zur Schule und beförderte Post sowie Pakete. Seit dem Jahr 2000 ist der Saurer für die Wernigeröder Schlossbahn zu Ausflugsfahrten in der Harzregion unterwegs.
Informationen zu den Fahrzeiten der zusätzlichen historischen Busverkehre sind auf der Homepage unter www.hsb-wr.de sowie telefonisch unter 03943/ 558-0 erhältlich. Unabhängig von dem neuen Ergänzungsangebot laufen die Anstrengungen der HSB bei der Personalsuche auf Hochtouren. Ziel des kommunalen Bahnunternehmens ist es nach wie vor, so schnell wie möglich wieder zum ursprünglich geplanten Fahrplanangebot zurückzukehren (Pressemeldung Harzer Schmalspurbahnen GmbH, 25.05.17).

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LOK Report

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckRheinCargo: Luther-Lok zu Gast in Wittenberg
Eisenbahnfreunde aufpasst: Die beliebte Design-Lokomotive der RheinCargo "500 Jahre Reformation" ist am kommenden Wochenende im Bahnhof der Lutherstadt Wittenberg zu Gast. Anlass ist der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag, zu dem Hunderttausende Besucher in der Stadt erwartet werden.
Die anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 aufwendig gestaltete E-Lok der Baureihe 185 wird von RheinCargo seit Januar in ganz Deutschland und der Schweiz im Schienengüterverkehr eingesetzt. Das Design ziert ein Konterfei Martin Luthers, verbunden mit dem Bibel-Zitat "Am Anfang war das Wort".
Am Wochenende 27./28. Mai hat die Lokomotive eine Betriebspause und wird in dieser Zeit im Bahnhof Wittenberg zu sehen sein. Dort werden zahlreiche Sonderzüge erwartet, mit denen Besucher des Kirchentages an- und abreisen. Die Luther-Lok wird in unmittelbarer Nähe des Bahnhofgebäudes stehen (auf Gleis 21 S). Sie wird begleitet von einer weiteren E-Lokomotive der Baureihe 145 im typischen silberfarbenen Design der RheinCargo. Geplant ist, dass die beiden Loks am Samstag, 27. Mai, gegen 18 Uhr in Wittenberg eintreffen und am Montagmorgen, 29. Mai, wieder in den Einsatz gehen. Änderungen vorbehalten.
Sicherheitshinweis: Bitte beachten Sie sämtliche Sicherheitsvorschriften im Bahnhofsgelände. Das Betreten der Gleise ist verboten (Pressemeldung RheinCargo, 25.05.17).

RechteckStreckendiesellok V2.004 nach Revision bis 2023 einsatzbereit


Die Diesellok V2.004 (Jhrg.1954) übernimmt den historischen Heckeneilzug von der E-Lok 22 (Jhrg.1927). Zugführer Raphael Kahlert und Zugbegleiterin Inga Nolting sorgen während der Fahrt für gute Unterhaltung und Bewirtung der Fahrgäste. Fotos Peter Wehowsky.
Mit der Hauptuntersuchung (HU) der Diesellok V.2004 wurde gerade eine Großbaustelle abgeschlossen. "Dank des großartigem Engagements unserer Vereinsmitglieder Frank Muth, Michael Ortenstein, Adrian Fahrenkamp, Stefan Bothur und Simon Stock wird die 63-jährige Lok daher fristgerecht am kommenden Fahrtag wieder in Betrieb gehen", freut sich der Vorsitzende Benedikt Vogelsteller.
Die Verkehrsbetriebe Extertal haben ihre Werkstatt für die notwendigen Revisionsarbeiten zur Verfügung gestellt. Hier wurden Arbeiten an Bremsanlage, Achsen und Radreifen, Puffer und Zughaken, Kraftstoff- und elektrischer Anlage sowie Getriebe und Motor durchgeführt. Außerdem wurden sämtliche Druckbehälter ausgebaut und TüV-geprüft.
Die Arbeiten an den Stangen und Stangenlagern wurden mit Unterstützung der Eisenbahnwerkstätten Krefeld realisiert. Bis zur nächsten HU 2023 kann die 575 PS starke Maschine dann wieder auf Strecke gehen.
Die Lok 2.004 wurde als eine der ersten Stangenloks des für die MAK typischen Baukasten-programms in den 50er Jahren gefertigt. Basierend auf den V36-Wehrmacht-dieselloks konstruierte die MAK Anfang der 50er Jahre eine weiterentwickelte Serie, die als 2-, 3- oder 4chasige Maschinen mit jeweils unterschiedlichen Motoren von 240 bis maximal 1200 PS angeboten wurden. Zwar konnte man an die Bundesbahn nur wenige Loks dieses Typs verkaufen (es setzte sich die Eigenkonstruktion V100 durch), aber bei den Privatbahnen landete MAK mit diesen Maschinen einen Volltreffer.
Diese Lok wurde 1953 von der MAK zunächst auf Vorrat gebaut und gelangte im Januar 1955 an die Altona-Kaltenkirchener Eisenbahn (AKN). Dort wurde sie als Lok V4 bzw. später als 2.004 bezeichnet. Mitte der achtziger Jahre hatte sie dann bei der AKN ausgedient. Die Ilmebahn AG mit Sitz in Einbeck suchte zeitgleich für eine Ersatzlok für ihre V65.01, die mit Getriebeschaden abgestellt werden musste. Sie war eine Schwesterlok unserer Maschine, zudem hatte die Ilmebahn noch die stärkere V65.02 mit 800-PS-Motor. So kam die V2.004 nach einer Aufarbeitung bei der OHE zur Ilmebahn und stand dort als V60.03 bis 1995 in Diensten.
Anschließend wurde sie an die Eisenbahnfreunde Einbeck verkauft, welche die Lok als "01" in ihren Bestand übernahmen, sie jedoch nicht zum Einsatz bringen konnten. Im Jahre 2000 ging sie in das Eigentum des Vereins Braunschweiger Verkehrsfreunde (VBV) über. Auf der Suche nach einer Ersatzlok für die mit Fristablauf erstmal abgestellte Ellok 22 sowie für die nicht elektrifizierte Begatalbahn kam bei uns der Gedanke auf, den VBV um eine Leihe der V65.03 zu bitten.
Im Frühjahr 2009 wurden sich LEL und VBV einig. So konnte die Lok am 22. März 2009 ins Extertal überführt werden, wo sie nach einer Aufarbeitung und Hauptuntersuchung (HU) seit Pfingsten 2009 im regelmäßigen Einsatz steht. Ende 2013 wurde die Bremsanlage der Lok umfangreich überholt und das gesamte Fahrwerk neu lackiert. Ende Mai 2017 konnte dann die zweite HU bei der LEL erfolgreich abgeschlossen werden. Seit Pfingsten 2017 steht sie wieder für den Betrieb zur Verfügung (Pressemeldung Landeseisenbahn Lippe e.V. Freundeskreis der Extertalbahn, 24.05.17).

Rechteck22. Weimarer Eisenbahnfest am 27./28. Mai 2017

Am 27./28. Mai 2017 veranstaltet der Thüringer Eisenbahnverein e. V. auf dem Gelände des Bahnbetriebswerkes Weimar das 22. Weimarer Eisenbahnfest, bei welchem über 40 verschiedene Dampf-, Diesel- und Elektrolokomotiven präsentiert werden. Neben einer großen Lokaustellung und -parade gibt es Führerstandsmitfahrten auf Dampflok, Pendelschnupperfahrten zum Weimarer Haptbahnhof, Kindereisenbahn und -hüpfburg sowie eine große Modellbahnbörse.
Es wird u. a. die Dampflok 35 1097 aus Glauchau präsentiert. Die Lok, welche 1959 vom Lokomotivbau Babelsberg gebaut wurde, ist eine der letzten in DDR hergestellten Dampflokomotive gewesen. Sie wurde vorrangig für den Personen- und leichten Schnellzugdienst entwickelt und stand bis Ende der 70er Jahre im Einsatz. Anfang der 80er Jahre in die damalige BRD verkauft, kehrte diese Lok mitte der 90er Jahre in das alte Einsatzgebiet zurück und wird seitdem von den Glauchauer Eisenbahnfreunden gepflegt. Zum Fest werden auf dieser Lok Führerstandsmitfahrten angeboten.
Desweiteren werden Fahrzeuge aus dem Betriebsdienst der Deutschen Bahn sowie privater Eisenbahnunternehmen präsentiert. Von der modernen Diesellok bis zu bewährter Technik aus Reichsbahn und Bundenbahnzeiten. Auch können sich die Besucher einen Überblick über die Arbeiten am und im Gelände und den in Weimar beheimateten Museumsfahrzeugen verschaffen. Derzeit befindet sich u. a. die vereinseigene E-Lok 242 151, 1968 bei LEW Hennigsdorf gebaut und mit dem Spitznamen "Holzroller" versehen, in äußerlicher Aufarbeitung. Diese Lok erhält im Sommer eine Versuchslackierung der Deutschen Reichsbahn aus den 70er Jahren.
Geöffnet ist das Eisenbahnfest an beiden Tagen jeweils von 9 bis 17 Uhr, für Fotofreunde bereits ab 8 Uhr. Zu erreichen ist das Gelände über die Eduard-Rosenthalstraße mit dem Pkw, mit der Stadtbuslinie 3 in Richtung Tiefurt oder mit dem Pendelzug vom Weimarer Hauptbahnhof aus, welcher ab ca. 9:10 Uhr verkehrt (Pressemeldung Thüringer Eisenbahnverein e. V. , 24.05.17).

RechteckWolsztyn

Unerwartig wurde der Dampfbetrieb im Bw Wolsztyn (Wollstein, Großpolen) zum 17.Mai reaktiviertet. Im Einsatz sind die Dampfloks Ol 49-59 und Pt 47-65. Am Werktag gibt es zwei Zugpaare zwischen Wolsztyn und Leszno, am Samstag zwei Zugpaare Wolsztyn - Poznań (Posen).
Ich fotografierte am 13. März 2014 Ol 49-59 im Bw Wolstein und im Bhf Nowa Wieś-Mochy (Martin Kubík, 24.05.17).

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Bahnberufe

Mit der Kamera notiert

RechteckBremen

TXL 193 555 mit ARS-Altmann-Autozug bei der Durchfahrt am 18.05.2017 in Bremen Mahndorf. DB 111 141-8 kommt mit dem Unfallzug, der am 15.05.2017 in Neustadt bei Hannover mit einem LKW zusammengestoßen ist, auf dem Weg in in die Werkstatt nach Bremen am 18.05.2017 durch Bremen Mahndorf gefahren (Patrick Bock, 24.05.17).

RechteckSchulungsfilm ETCS

Am 23.05.2017 wurde auf der VDE 8.2 (Leipzig-Erfurt) ein Schulungsfilm für ETCS auf dem ICE-T 415 022 gedreht. Das Foto entstand in Erfurt Hbf (Sven Molle, 24.05.17)

RechteckVerspätung am Brenner

Zwei typengleiche Mehrsystemloks ÖBB 1216 kommen am Brenner an, werden von ihren Eurocity-Zügen per Diesel abgezogen und führen den jeweiligen Gegenzug wieder retour. So geschehen am 21. Mai 2017 zu Mittag mit den DB-EC 88 und DB-EC 85.
Unmittelbar am Vortag, Samstag 20.05.2017, war es bei mehreren dieser DB-Eurocity-Züge zu massiven Verspätungen in beide Richtungen gekommen. Spitzenreiter dürfte DB-EC 1289 (München 07:34 - Brenner 10:14 - Venedig 13:56 h) gewesen sein. Dessen Fahrgäste erhielten bei ausdrücklicher Nachfrage um 11:30 h die Auskunft, eine Ersatzlokomotive aus Innsbruck sei angefordert, bis zur Weiterfahrt werde es noch eine Stunde dauern (also bis ca. 12.30 h). Planabfahrt vom Brenner wäre um 10:10 h gewesen (GK, 24.05.17).

RechteckWiederitzsch

Am Wochenende waren in wiederitzsch 120 112 mit EN 453 Paris Est - Moskva Belorusskaja, SETG 193 204 mit 95040 Drabenau - Hof und 185 188 mit 99883 Wanne Eickel Hbf - Engelsdorf - Hermsdorf - Klosterlausnitz zu sehen. In Engelsdorf wurde noch der zweite Kran aufgenommen, danach ging es zum Unfall mit TW BR 612 bei Stadtroda (Torsten Liermann, 24.05.17).

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IGE Werrabahn Eisenach e.V.

Europa

RechteckFrankreich: BEA-TT veröffentlicht Abschlussbericht zur TGV-Entgleisung

Geschwindigkeitsverlauf des TGV im Bereich des Entgleisungspunktes: schwarz = tatsächliche Geschwindigkeit, grün = vorgesehens Geschwindigkeit, rot = Ablenkung des Transportleiters durch ein Telefongespräch, blau = elektrische und Druckluftbremsung. Grafik BEA-TT.
Die französische Unfalluntersuchungsstelle BEA-TT hat am 23.05.17 den Angehörigen der Opfer des TGV-Unfalls von Eckwersheim ihren Abschlussbericht vorgestellt und sechs Empfehlungen herausgegeben.
Die Entgleisung eines Testzugs im Rahmen der Hochtastfahrten auf der Ausfädelungskurve der neu gebauten LGV Est européenne zum konventionellen Netz am 14.11.15 wurde demnach durch eine "Folge von Beurteilungsfehlern und Missverständnissen" ausgelöst. Unter den 53 Personen, die an Bord des Zuges waren, gab es 11 Todesopfer und 21 Schwerverletzte.
Die direkte Ursache des Unfalls war die überhöhte Geschwindigkeit von 255 km/h auf einer engen Kurve von 945 m Radius. Diese resultierte im Vergleich zu der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 176 km/h am Beginn der Ausfädelungskurve aus einem unsachgemäßen Bremsvorgang, der 1.100 m oder 12 sec zu spät ausgelöst wurde und sich als Produkt von drei Kausalketten zusammensetzte:
• eine unzureichende Bremsstrategie, die auf einem fehlerhaften Ansatz beruhte und mit einer elektrischen Bremsung ab dem Kilometerpunkt PK 397 und einer Druckluftbremsung ab PK 402 den Grenzwert von 176 km/h am PK 403,809 erreichen sollte;
• ein Mißverständnis zwischen dem Traktionsleiter (cadre transport traction, CTT) und dem Rest der Mannschaft über die Modalitäten des Bremsvorganges führte zur Unterbrechung der elektrischen Bremse durch den Triebfahrzeugführer und der Aufrechterhaltung der Geschwindigkeit von 330 km/h bis zur Auslösung der Druckluftbremse;
• ein Anruf während des Bremsvorgangs über die Gegensprechanlage lenkte den CTT ab, so dass er nicht bemerkte, dass die elektrische Bremse im Gegensatz zur Fahrtplanung unterbrochen war.
Die Analyse des Unfalls hat die BEA-TT dazu veranlasst, sechs Empfehlungen auszusprechen:
• eine Änderung der Richtlinien für die Zulassung von Hochgeschwindigkeitsstrecken (SNCF Réseau und EPSF)
• Verbesserung der vorbereitenden Risikoanalyse (Systra);
• Eignungsprüfung für das Untersuchungsteam (SNCF Mobilités);
• verbesserte Aufgabenplanung der Mitglieder der Begleitteams (SNCF Mobilités);
• Organisation und Befehlsketten der Testdurchführungen (Systra);
• Aufzeichnungen im Führerstand und bessere Kommunikation innerhalb des Zuges
"Dieser Bericht bringt nichts wirklich Neues", wird der Opferanwalt Shemla zitiert. "Er ist ein Schritt für die Einreichung an die Justiz im September." (WKZ, Franz A. Roski, Quelle BEA-TT, 25.05.17).

RechteckFrankreich: Kommerzielle Zulassung für die LGV Bretagne – Pays de la Loire
Die französische Sicherheitsbehörde EPSF hat am 15. Mai 2017 die Zulassung für den kommerziellen Betrieb der Hochgeschwindigkeitsstrecke (LGV) Bretagne - Pays de la Loire (BPL) erteilt. Die neue, zweigleisige Hochgeschwindigkeitsstrecke mit einer Länge von 182 km verbindet Rennes mit Connerré als Verlängerung der LGV Atlantique Paris - Connerré. Sie ist für den Personenverkehr mit einer Reisegeschwindigkeit von 320 km/h ausgelegt. Die Signalisierung erfolgt mit dem ETCS-Systemen N2 und TVM300. Die Fahrzeit zwischen Paris und Rennes reduziert sich auf 1:25 h.
Ebenfalls am 15.05.17 erfolgte die Zulassung der zentralen Steuerungseinrichtungen für den Betrieb und die Stromversorgung der Hochgeschwindigkeitsstrecke. Die Befehlsstelle Saint-Helier in Rennes (PCD BPL) steuert 10 Stellwerke und die Einfädelung zur LGV Atlantique bei Connerré. Die zentrale Unterstation Centre-Ouest (CSS CO) in Rennes sichert die Stromversorgung entlang der Strecke.
Der Baukonzern Eiffage hat angekündigt, nun seine ganze Energie in die Vorbereitungen zur Aufnahme des kommerziellen Betriebs am 02.07.17 zu stecken. Die Filiale Eiffage Rail Express (ERE) ist für Bau, Planung und Betrieb für 25 Jahre beginnend zum 03.08.2011 zuständig, OPERE gewährleistet die Wartung während der Dauer der Konzession (WKZ, Quelle EPSF, 25.05.17).

RechteckFrankreich: Marie-Anne Bacot ist zwischenzeitlich neue RATP-Chefin
Der französische Umweltminister Nicolas Hulot hat am 23.05.17 Marie-Anne Bacot (63) zur zwischenzeitlichen Präsidentin-Generaldirektorin der RATP ernannt. Sie tritt die Nachfolge von Elizabeth Borne an, die neue Verkehrsministerin der Regierung Edouard Philippe geworden ist.
Da die Bestimmung einer neuen RATP-Chefin aufgrund der parlamentarischen Prozeduren vorraussichtlich erst im Juli nach den Parlamentswahlen erfolgen kann, wird Marie-Anne Bacot das Amt interimsmäßig ausführen. Sie ist seit 2014 im Verwaltungsrat der RATP, wo sie dem wirtschaftlichen und strategischen Ausschuss vorsitzt. Sie ist auch Mitglied der Kommission für Deontologie des Schienensystems und trug in den Jahren 2009-2010 zur Bildung der Regulierungsbehörde Araf (heute Arafer) bei (WKZ, Quelle Le Monde, 25.05.17).

RechteckItalien: Ja der Landesregierung zu STA-Jahresprogramm
Aufgabe der Südtiroler Transportstrukturen AG STA sei es, das Land beim Ausbau und bei der Modernisierung des öffentlichen Personennahverkehrs zu unterstützen; dazu zählen auch Analysen zum öffentlichen Personennahverkehr oder der Ausbau des Südtirol-Passes, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher. Die Landesregierung hat am 23. Mai das entsprechende Jahresprogramm der STA genehmigt.
Die gezielte Förderung umweltfreundlicher Mobilitätsformen, die Führung der Bahnlinie Meran-Mals, die Verwaltung verschiedener Immobilien des öffentlichen Nahverkehrs, die Sensibilisierung der Bürger für ein umweltbewusstes Mobilitätsverhalten und die Erhöhung der Verkehrssicherheit: das sind die zentralen Aufgabenbereiche der landeseigenen Südtiroler Transportstrukturen AG (STA), die sehr eng mit der Landesabteilung Mobilität zusammenarbeitet. "Die STA ist eine Inhousegesellschaft des Landes und der bedeutendste Dienstleister der Landessabteilung Mobilität; sie ist nicht nur für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zuständig, sondern nun auch für die Abwicklung des Ticketing-Systems und unterstützt das Land bei der zukünftigen Abwicklung der Fördermaßnahmen umweltfreundlicher Mobilitätsformen", sagt Mobilitätslandesrat Florian Mussner. Auf seinen Vorschlag hat die Landesregierung das Jahresprogramm der STA genehmigt und sechs Millionen Euro für laufende Ausgaben bereitstellt. Neu dazugekommen sind in diesem Jahr die Ausgaben für die SII-Dienste, also für das Ticketing System des öffentlichen Nahverkehrs.
Die Modernisierung des lokalen und grenzüberschreitenden Bus- und Schienenverkehrs ist ein zentraler Aufgabenbereich der STA. Dazu gehören die Führung der Vinschger Bahn, die Zulassung neuer Flirt Züge, die Entwicklung neuer Infrastrukturen, aber auch die Führung und Instandhaltung einer Reihe von Bahnhöfen. Besonders großer Wert wird dabei auf eine gute Abstimmung zwischen Bus, Bahn und Fahrradmobilität gelegt, damit ein nahtloses Umsteigen zwischen den Verkehrsmitteln möglich ist.
Neu ist 2017, dass die STA nun auch den Südtirolpass verwaltet. Diese Aufgabe wurde mit dem Landesmobilitätsgesetz von der SAD an die STA übertragen, die nun alle notwendigen Schritte in die Wege leitet.
Ein weiterer Arbeitsbereich der STA umfasst den Ausbau und die Förderung der "Green Mobility". Die STA ist dabei insbesondere für die Umsetzung des kürzlich von der Landesregierung genehmigten Maßnahmenpakets #smartunterwegs mit Projekten vor allem zur Elektromobilität und Radmobilität zuständig. Gearbeitet wird auch an Sensibilisierungskampagnen zur Förderung der nachhaltigen Mobilität. Über eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und durch Projekte wie "Südtirol radelt", die Unterstützung des Landes bei der Förderung zum Kauf von E-Fahrzeugen, beim Bau von Ladesäulen für E-Fahrzeuge und neuen sicheren Fahrradboxen an den Bahnhöfen ebenso wie durch die Zusammenarbeit mit Gemeinden, Touristikern und Betrieben macht die STA alternative Mobilitätsformen sichtbar, damit diese in Zukunft für Bürger, Unternehmen und Touristen immer mehr zur ersten Wahl werden (Pressemeldung Autonome Provinz Bozen - Südtirol, 25.05.17).

RechteckÖsterreich: Freie Fahrt in den Kitzbüheler Alpen

Die Geschäftsführer der Kitzbüheler Alpen Regionen freuen sich zusammen mit Mag. Florian Phleps, Prokurist der Tirol Werbung, über die neue Kooperation für mehr Mobilität.

Tirol ist ein Tourismusland, allein im vergangenen Jahr gab es 11,5 Millionen Ankünfte und über 47 Millionen Nächtigungen. Umweltfreundliche Mobilität wird bei vielen Tiroler Gästen immer öfter groß geschrieben. Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit von ÖBB, Verkehrsverbund Tirol (VVT) und den Tourismusverbänden stehen den Urlaubern ab sofort mit ihrer Gästekarte täglich 4.000 Schienenkilometer, 60 S-Bahnen oder REX-Züge sowie 14.000 Sitzplätze auf 66 km Streckenlänge zur Verfügung. Mit dem neuen Angebot kann jeder Gast während seines Aufenthaltes 18 Bahnhöfe, unter anderem Hopfgarten, Kirchberg, St. Johann und Fieberbrunn mit seiner Gästekarte ansteuern und ist einfach und bequem mobil, auch ohne eigenes Auto.
Nach der erfolgreich gestarteten Zusammenarbeit im letzten Jahr mit der Region Hohe Salve wurde die Kooperation nun auf die ganze Kitzbüheler Alpen Region ausgeweitet: "Im Urlaub kann das Auto auch mal getrost zu Hause bleiben. Diese Mobilität für den Gast, welche mit der Gästekarte inkludiert ist, bietet eine Zunahme an Komfort und verbindet die Region Kitzbüheler Alpen nicht nur symbolisch", meint Mag. Katharina Szücs von der Kitzbüheler Alpen Marketing GmbH.
Finanziert wird das Projekt im Rahmen der Aufenthaltsabgabe in einem der 20 Orte der Kitzbüheler Alpen Tourismusverbände Ferienregion Hohe Salve, Kitzbüheler Alpen – Brixental, Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol und der Ferienregion Pillerseetal. Die vier Regionen gemeinsam verzeichneten im vergangenen Jahr 2016 über vier Millionen Nächtigungen. Für den Urlaub in der Region stellt diese Kooperation eine immense Aufwertung dar, weil die Vorortmobilität im Gesamtpaket inkludiert ist (Pressemeldung Kitzbüheler Alpen - St. Johann Oberndorf-Kirchdorf-Erpfendorf, 25.05.17).

RechteckÖsterreich: Verkehrsministerium und Land Tirol bestellen 7,1 Mio. Bahnkilometer

Für umsteigefreien Regionalverkehr im SPNV zwischen Nord- und Südtirol stehen auf der Brennerstrecke bisher nur die "Flirt" ETR 170 von Trenitalia und STA sowie eine mit 1216 bespannte Dreiwagen-Fernverkehrsgarnitur zur Verfügung, mit denen die zwei Zugpaare 1829/1826 und 1828/1827 gefahren werden. Fotos GK.

Verkehrsminister Jörg Leichtfried, Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe haben am Dienstag ein gemeinsames Bahnpaket für die Tiroler Bahn abgeschlossen. Ab 2020 beauftragt die öffentliche Hand in Tirol über einen Zeitraum von zehn Jahren ein Zugangebot von 7,1 Millionen Bahnkilometern jährlich. Das geschätzte Auftragsvolumen bewegt sich in einer Größenordnung von insgesamt 700 Millionen Euro. Zusätzlich werden 25 neue Nahverkehrszüge eingesetzt, sechs davon im Südtirolverkehr. Die Transportkapazität erhöht sich damit um mehr als 2.000 Sitzplatze, eine Steigerung von 17 Prozent im Vergleich zu 2016. Ab 2021 wird im Bahnverkehr nach Südtirol kein Umsteigen am Brenner mehr nötig sein. Verkehrsministerium und Land Tirol führen die Bestellungen im Schienenpersonenverkehr erstmals gemeinsam durch. Mit der Umsetzung sollen die Österreichischen Bundesbahnen beauftragt werden.
"Wir stärken mit dem Bahnpaket den öffentlichen Nahverkehr in Tirol. Das Angebot ist punktgenau auf die Bedürfnisse der Tiroler Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer zugeschnitten. Das Umsteigen am Brenner hat künftig ein Ende. Wir erhöhen auch den Komfort: Die neuen Züge erhöhen die Anzahl der Sitzplätze, sie sind barrierefrei und verfügen über bequemere Sitze, Steckdosen und Klimaanlage. Und: Mit dem Paket sichern wir 3.000 bestehende Arbeitsplätze der ÖBB in Tirol", sagt Verkehrsminister Jörg Leichtfried.
"Wir haben im Land Tirol den Öffentlichen Personennahverkehr derart ausgebaut wie in keinem anderen Bundesland in Österreich. Mit der Umsetzung der Tarifreform haben wir ein soziales Ausrufezeichen gesetzt, weil es nun jeder Tirolerin und jedem Tiroler möglich ist, mit einem Jahresticket um 490 Euro statt wie bisher um über 2.000 Euro ganz Tirol mit Bus und Bahn zu erreichen. Gleichzeitig geht es für uns aber auch darum, die Häufigkeit der Bahnverbindungen auch für die Zukunft zu sichern bzw. diese weiter auszubauen. Die 7,1 Millionen Bahnkilometer jährlich, die wir langfristig für die Tiroler PendlerInnen sichern wollen, sind die notwendige Voraussetzung dafür", so Tirols Landeshauptmann Günther Platter.
"Wir stellen den öffentlichen Verkehr in Tirol so um, dass die S-Bahn auf der Schiene die neue Hauptschlagader des Verkehrs wird und die Inntalautobahn ablöst. Weniger Autoverkehr bedeutet weniger Abgase und Lärm und das ist gut für die Lungen und für die Ohren der TirolerInnen", sagt LH-Stv.in Ingrid Felipe. Gemeinsam mit dem Verkehrsministerium hat das Land Tirol mit dem Luft-100er im Unterinntal und im Wipptal und mit dem sektoralen LKW-Fahrverbot schon in den letzten Jahren erfolgreiche Maßnahmen zur Reduktion der Luftbelastung und zur Verbesserung der Lebensqualität in Tirol umgesetzt.
Im Jahr 2016 waren im Tiroler Nahverkehr 14,3 Millionen Fahrgäste mit der Bahn unterwegs. Seit 2011 bedeutet das eine Steigerung von sechs Prozent (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 25.05.17).

RechteckSchweden: Mlliardeninvestition für die Inlandsbahn
Mit einer Milliardeninvestition soll die Inlandsbahn in den kommenden Jahren für die Beförderung von mehr Passagieren und Fracht geöffnet werden und ein wichtiger Teil für die Entwicklung des Rohstoffsektors im Norden werden, wozu Forstwirtschaft, Bergbau und Stahlindustrie gehören. Inlandsbanan AB and der australische Infrastrukturfond Macquarie haben dazu am 23.05.17 ein Memorandum of Underständing unterzeichnet.
Die finanziellen Mittel soll der Infrastrukturfond Macquarie bereitstellen, der schon den Arlanda Express verwaltet. Vorgesehen ist eine Komplettsanierung der Inlandsbanan von Gallivare nach Kristinehamn. Eine schrittweise Instandsetzung wird demgegenüber als nicht sinnvoll erachtet, wie auf einer Pressekonferenz der 15 beteiligten Gemeinden zu erfahren war.
1992 endete der regelmäßige Personenverkehr auf der Inlandsbanan und der Verkehr auf der Strecke Mora - Gällivare wurde durch Busverkehr ersetzt. Der Ausbau schnellerer Verbindungen zwischen den Städten entlang der Inlandsbahn ist Bedingung für die Wiedereröffnung des regelmäßigen Personenverkehrs. Die Achslast der 1100 km langen Strecke ist schon zu 70% auf 22,5 t ausgelegt. Für einen effizienten Güterverkehr müssten die restlichen 30 % Strecke von derzeit 20 t ebenfalls auf 22,5 t verstärkt werden (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Inlandsbanan, Radio Schweden, 25.05.17).

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